Hackbrettforum e. V.
Grundlagen des Hackbrettspiels:
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Stimmung:
Obwohl die 2- bis 4-chörige Besaitung das Stimmen erschwert,
sollte stets eine saubere Stimmung verlangt werden. Dabei ist auf reine
Oktavklänge und gleich gestimmte Saitenchöre großer Wert zu legen. Bei sorgfältiger
Behandlung und gleichbleibendem Kammerton bleibt die Stimmung im allgemeinen gut
erhalten. Schwankungen sollten sofort behoben werden.
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Körperhaltung:
Das Hackbrett kann im Sitzen wie auch im Stehen gespielt werden.
Üblicherweise wird das Stehen in der Literatur außerhalb der Volksmusik bevorzugt.
Beim Spielen im Stehen sollte man zunächst darauf achten, dass sich das Instrument
in der richtigen Höhe mit leichter Schrägneigung befindet, so dass der Spieler
aufgerichtet vor dem Instrument stehen kann. Arme und Hände sollen locker herabhängen
können, die Ellbogen sind frei beweglich und die Handgelenke entspannt. Beide Füße
sollten guten Bodenkontakt haben, dabei können Stand- und Spielbein ruhig öfter wechseln.
Beim Spielen im Sitzen ist darauf zu achten, dass die Schrägneigung nicht zu steil ist,
um abgeknickte und angespannte Handgelenke zu vermeiden.
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Anschlagtechnik:
Der Anschlagsimpuls kommt aus dem Rücken, der ganze Arm von der Schulter bis zum
Handgelenk ist daran beteilt. Ein sofortiges Zurückfedern und Ausschwingen ist
für eine gute Tonbildung erforderlich. Schnelle Passagen (sowie Tremolo und Triller)
werden aus dem Handgelenk heraus gespielt.
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Artikulation:
Voraussetzung für ein flüssiges Spiel ist eine sichere und flexible Wechselschlagtechnik.
Verbindende Bewegungen erzeugen die Illusion eines Legatos, knappe Bewegungen ein Staccato.
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Klangfarbe:
Die Klangfarbe kann vielfältig variiert werden mittels Verwendung verschiedener Schlägel
mit unterschiedlichem Bezug (verschiedene Lederarten, Filz, Holz) sowie durch das
Zupfen der Saiten mit Fingern oder Fingerringen (Dediles).
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Dämpftechnik:
Durch den charakteristischen Nachklang des Hackbretts ergibt sich die
Notwendigkeit einer sauberen Dämpftechnik. Je nach Stilistik sollten also
Nachklänge und Dissonanzen (besonders am Ende von Stücken) mit den kleinen
Fingern, Handkanten oder Unterarmen abgedämpft werden.
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Literatur:
1.Originalmusik des 18. Jhs und des 20./21. Jhs sowie geeignete Bearbeitungen von
Musik der Renaissance und des Barock bilden den Schwerpunkt der Hackbrettliteratur.
Traditionelle alpenländische Volksmusik sowie Bearbeitungen fremdländischer
Volksmusik (Folklore) ergänzen das Repertoire. (siehe Literaturliste
Jugend musiziert).